Sakramente
Wir benötigen äußere Zeichen, um auszudrücken, was zwischen uns Menschen vorgeht und geschieht. Innen und Außen sind keine Gegensätze: Inneres drückt sich im Äußeren aus und Äußeres wirkt auf Inneres.
In unserer Beziehung zu Gott ist es ähnlich: Gott bedient sich irdischer Zeichen und menschlicher Gebärden, um sich uns zuzuwenden. Solche Zeichen, die Gott mit seiner Gegenwart füllt, nennt man Sakramente.
Bei den Glaubenden ist es wie mit jenen, die sich lieben: Für die Liebenden ist es wichtig, sich einander ein Zeichen der Liebe zu geben, um auszudrücken, was sonst "nicht gesehen werden kann", aber dennoch wesentlich ist. Liebe erschöpft sich nicht im Wort, sondern wesentlich in Zeichen und Gesten!
Die gefeierten Sakramente sind in analogem Sinne sichtbare Zeichen für die Liebe Gottes zu uns Menschen. Sie werden gefeiert in der Gemeinschaft der Kirche, welche sich selbst als "Ursakrament", als Zeichen für Gottes Wirklichkeit auf Erden versteht und definiert.
Sakramente sind aber nicht nur bloße Zeichenhandlungen, sondern wir dürfen glauben, dass durch sie tatsächlich geschieht, was sie bezeichnen. Durch die Feier der Sakramente werden wir selbst anrührbar eingeschlossen in Gottes Heilshandeln. Mit dem Konzil von Trient (1545-1563) hat die katholische Kirche 7 Sakramente verbindlich definiert: Taufe, Firmung, Eucharistie, Ehe, Weihe, Beichte, Krankensalbung.