Erstmals an einem Sonntag feierte die Katholische Kirchengemeinde St. Leonhard Lauf ihr traditionelles Perufest. Das Fest wurde mit einem Gottesdienst eröffnet, während die Kinderkirche parallel dazu das Thema Perú kindgerecht behandelte. Im Gottesdienst selbst stellte Karlheinz Ott drei Voluntarios aus Perú vor, die seit September als Freiwillige ein soziales Jahr leisten. Luis einer der dreien stammt aus Callao und arbeitet seit September in der Mooslandschule Ottersweier, Ernesto -ebenfalls aus Callao- in Konstanz. Kedyn aus Cajamarca erbringt seinen Freiwilligendienst in Sasbach in der Heimschule Lender. Um dem Anspruch als christliche Weltkirche ein wenig gerecht zu werden, hieß Roswitha Droll auch drei junge Männer aus Afrika willkommen, die sich derzeit im Asylverfahren befinden. Im Gottesdienst dankte man für die seit 18 Jahren gut funktionierende Partnerschaft zwischen St. Leonhard und San Juan Bosco in Callao/Perú. Es war ein wunderbares Zeichen der Freundschaft, als die Kinder der Kinderkirche nach ihrer Rückkehr in den Gottesdienst die Voluntarios mit Freundschaftsbändern überraschten, die sie für sie und die Kinder in der Partnergemeinde gebastelt hatten.
Dermaßen eingestimmt erwarteten die Mitglieder des Perukreises anschließend die Gäste im St. Josefshaus mit chili con carne mit Reis. Mitglieder der Kolpingsfamilie Lauf managten die Versorgung mit Getränken, während die Katholische Frauengemeinschaft Lauf ein verführerisches Kuchenbuffet und dazu frisch duftenden Kaffee aus fairem Handel präsentierte. Vier Firmlinge verkauften an einem Stand Produkte aus dem Callao Shop.
Die drei Voluntarios stellten sich jeweils vor. Sie sprachen nach den wenigen Tagen in Deutschland zwar nur wenig deutsch, aber für die Übersetzung war Anna Klüber zuständig. Sie zeigten sich von Deutschland sehr beeindruckt. Ernesto aus der Parroquia San Bosco leitet in dieser Pfarrei eine Jugendgruppe und dankte den Mitgliedern der Laufer Pfarrgemeinde für die wertvolle solidarische Hilfe.
Über eine Schautafel konnte man sich über die laufenden Projekte, die dank der großen Spendenbereitschaft vieler Laufer realisiert werden, informieren. Das Ergebnis des Perufestes wird einen wichtigen Beitrag dazu erbringen, nachhaltig solidarische Hilfe vor Ort zu leisten.
