Partnerschaft Freiburg - Perù
1986 wurde die Partnerschaft von Kardinal Landázuri Ricketts und Erzbischof Oskar Saier mit zwei feierlichen Gottesdiensten im Freiburger Münster und in der Kathedrale von Lima begründet. Damit begann ein Weg gemeinsamer Hoffnung und gegenseitiger Bereicherung für heute ungefähr 150 Gemeinden und Verbänden.
Geben und Empfangen
Heute wie damals gilt für den "pacto de hermandad" ein Wort des im Januar 1997 verstorbenen Kardinals Juan Landázuri: "Niemand ist so arm, dass er nichts geben könnte, und niemand ist so reich, dass er nichts mehr empfangen bräuchte".
Kommunikation - Solidarität - Spiritualität
... sind die drei Dimensionen, die die Vernetzung zwischen der Kirche von Freiburg und Peru charakterisieren: In Besuchen, durch Information und Austausch über die jeweilige Situation im Partnerland und im Gebet füreinander erhält die Partnerschaft ein Gesicht, erfahren darin Menschen hautnah die globale Dimension von Glauben und Kirche.
Leitlinien der Partnerschaft
1. SPIRITUALITÄT
Partnerschaft ist Ausdruck geschwisterlicher Communio (Gemeinschaft) in der Kirche, die uns, bewegt vom Heiligen Geist, zusammenführen will, um so gemeinsam am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken. Wir sind Teil des Einen Volkes Gottes, das - dem Beispiel der Ur-gemeinden folgend -Einheit, Liebe, Gemeinschaft und Hoffnung schaffen möchte. Wir sind Zeichen in der Katholischen Kirche, Propheten unter den Völkern, die Geschwisterlichkeit unter den Kindern des Einen Vaters wachsen lassen möchte.
2. KOMMUNIKATION
Jeder Austausch soll zunächst und vor allem eine Weise gegenseitiger Evangelisierung, eine Hilfe und eine wechselseitige Ermutigung unter den Partnern sein. Ein solcher Austausch soll das Leben der Pfarrgemeinde mit einschließen und nicht nur auf das persönliche beschränkt sein. Dabei sind wir gefordert, unsere Kultur und unsere Geschichte zu kennen, was dazu beiträgt, dass wir in unserer Identität gestärkt werden.
3. BESUCHE
Die Kommunikation ist ein zentrales Element von Partnerschaft; es braucht das Kennen lernen, um sich geschwisterlich verbunden zu wissen. Der Austausch führt uns zur Begegnung mit dem Partner, von daher sind Besuche von grundlegender Bedeutung.
4. SOLIDARITÄT
Christliche Solidarität bedeutet Teilen des Lebens und der materiellen, kulturellen und geistlichen Güter; Solidarität als eine Lebenserfahrung, die wir in unseren Gruppen, Pfarrgemeinden und Diözesen machen, da wir uns alle für die Eine Kirche einsetzen.
Leitwort 2010/2011
Wie Geschwister gemeinsam lernen: um zu deuten die Zeichen der Zeit. –
Aprendiendo juntos como hermanos a leer los signos de los tiempos.
Unsere Partnerschaft Sasbachwalden – Huaura
Seit dem 3. Oktober 1993 sind die Pfarrei St. Antonius (der Abt) in Huarua, Perù und die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Sasbachwalden partnerschaftlich miteinander verbunden.
Huaura liegt etwa 150 km nördlich von Lima in Küstennähe des Pazifischen Ozeans.
Die Pfarrei besteht aus der Stadt Huaura ( gesprochen „Waura") und etwa 60 kleineren Dörfern. Insgesamt leben dort ungefähr 40.000 Menschen. Der für die ganze Pfarrei zuständige Pfarrer ist Padre Armando Escandón. Er wird von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt.
Träger der Partnerschaft ist die Pfarrei Sasbachwalden. Um die Partnerschaft zu fördern, wurde der „Peru-Kreis" ins Leben gerufen. Jeder Interessierte ist eingeladen, in diesem Kreis mitzuarbeiten und so die Freundschaft mit unseren Brüdern und Schwestern in Huara mit Leben zu fördern. Der Peru-Kreis ist eine offene Runde. Er trifft sich vierteljährig im Klausheim. Auskünfte gibt es bei der Vorsitzenden des Peru-Kreises:
Gabriele Hodapp, Tel. 07841 22 22 8 oder im
Pfarrbüro Tel. 07841 25 111
Jedes Jahr, Anfang März, organisieren wir im Klausheim ein „Fastenessen" zugunsten unserer Partnergemeinde.
Jeden 1. Sonntag im Monat denken und beten wir im Gottesdienst in besonderer Weise für unsere Freunde in Huaura. Für sie ist auch die Kollekte.
Schwerpunkt unserer Spende ist die Ausbildung und Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in der peruanischen Gemeinde.
Nach Kräften unterstützen wir auch die Sonderschule in Huaura, die von der deutschen Lehrerin Barbara Haberstock aufgebaut wurde und weitgehend geleitet wird.
